Ein kleiner Hund zieht ein

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Ich trug schon länger den Gedanken mit mir herum, dass ich wieder einen Hund haben möchte. Nachdem Shiva nicht mehr da war, war Chewy ein Einzelhund. Und außerdem ist er mit der Zeit auch mehr „Mamas Hund“ geworden, was auch ganz gut für beide ist. Ich wollte eigentlich schon lange, lange einen aktiven und sportlichen Hund haben (ok, Chewy ist für seine Rasse auch echt aktiv und sportlich, aber bei seinen ganzen Handicaps kann man ihm einfach nicht viel zumuten), es war nur nie der richtige Zeitpunkt da.

Irgendwann hatte ich dann den Entschluss gefasst, dass ich mich eventuell im Sommer 2016 mal nach einem Hund aus dem Tierschutz umgucken würde. Und zwar am besten einen, der ein oder zwei Jahre alt ist. So ist der schon großteils aus der Pubertät raus, in der Regel stubenrein und man könnte gleich mit ihm einiges machen – lange Spaziergänge, Fahrrad fahren und gucken, welchen Hundesport er vielleicht mag.

Ich sprach mit meiner Mama  darüber und sie – realistisch wie sie immer ist – sagte mir, ich solle mir das noch mal ganz genau überlegen. Ein Hund ist viel Verantwortung, und das wäre doch bestimmt noch viel zu früh. Nach dem Gespräch hab ich auch erstmal gedacht, ja, sie hat Recht, vielleicht verschiebe ich das doch noch auf später. Es kommt schon so, wie es kommen soll.

Anfang des Jahres hatte ich dann trotzdem Nina W. von Ausrangiert und Abgeschoben angeschrieben, einfach nur, um mich mal zu informieren. Vor allem darüber, wie das bei ihnen im Verein läuft mit der Vermittlung – vor allem, wenn schon Hunde im Haushalt sind. Ich beschrieb also auch Gina, die Deutsche Dogge von meinem Freund (die nicht jeden anderen Hund nett findet) und fragte, wie sie damit umgehen. Nina schickte mir gleich eine Sprachnachricht und sagte mir, das sei alles kein Problem, man müsse dann einfach gucken, wie sich die Hunde dann verstehen – wenn ich bei ihnen denn was suchen sollte.

Und es kam, wie es kommen soll…

Am 09.01.2016 kam folgende Nachricht:

„Also ich glaube ich hätte jetzt grade einen. Aber du suchst wahrscheinlich jetzt nicht, in dem Moment. Also du musst mal gucken auf unserer Seite bei Facebook. Die Tuja, die kommt aus Rumänien, die ist allerdings erst vorgestern gekommen, die ist auch erst 5 Monate alt. Die wird vielleicht so kniehoch oder so würde ich sagen. Aber eher schlank und wirklich aktiv, so schätze ich die ein. Sie ist im Moment noch so ein bisschen unsicher, sage ich mal, also eher ein bisschen zurückhaltend.“

Tuja war gerade auf einer Pflegestelle in Lage. Ich antwortete ihr:

„Lieben Dank für deine Antwort 😊 Die Gestromte ist mir auch schon aufgefallen, aber ich befürchte, das ist jetzt echt noch zu früh😔“

Ja und dann waren da die Fotos.

Ich zeigte sie Jörn (meinem Freund) und der sagte gleich:

„Der Gestromte gefällt mir.“

Ja. Und ich dachte… mist, mir auch! Wir überlegten und grübelten und entschieden uns: Wir gucken sie uns einfach mal an. Und Tuja war so lustig! Sie kam gleich zu uns und wir mochten sie direkt. Genial war ihre Schwanzspitze – alle Haare standen ausgefranst in alle Richtungen (das ist leider nicht so geblieben).

Aus einem Mal gucken wurde noch mal gucken – mit Gina (bei Chewy war ich mir sicher, dass er sie mögen würde). Wir waren so erstaunt, dass Gina sie auch toll fand!

Und Tuja fand uns alle scheinbar gleich total klasse. Sie ging auch direkt mit mir mit, als ich sie an der Leine führte. Nina und das Pflegefrauchen gingen in etwas Abstand hinter uns her. Erster Spaziergang gemeistert – und Gina war dann auch ohne Maulkorb. Die zwei mochten sich!

So. Nun hatten wir Tuja kennengelernt. Wir alle mochten Tuja und Tuja mochte uns. Jetzt war es an der Zeit unsere Eltern noch mit ins Boot zu holen… nach einem Gespräch mit den Eltern von Jörn war alles geklärt und wir hatten grünes Licht. Doch dann musste ich noch mit meiner Mutter reden. Nach dem Gespräch mit ihr, wo sie mir davon abriet, mir jetzt schon einen Hund zu holen, hatte ich echt Bedenken. Wie sie wohl reagieren würde?

Aber die Bedenken waren vollkommen unbegründet. Sie freute sich sehr für mich, vor allem als sie auch die Fotos von Tuja sah. Sie hat sich auch gleich zum „Babysitten“ angeboten. Man, was war ich da glücklich!

Und so verabredeten wir uns mehrmals zum Gassi gehen, dann durften wir sie auch ein paar Mal abholen, sodass sie sich an uns gewöhnen konnte.

Tuja zu Besuch in Lügde

Mitte Februar dann war es soweit. Ich hatte zwei Wochen Urlaub genommen. Der Vertrag war unterschrieben, alles weitere geklärt und wir konnten die kleine Kröte mitnehmen.

Das war der Anfang einer lustigen Zeit mit der Kleinen!

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