Ein Fest für Tiere 2017 – Tierhilfe Hoffnung

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Vor kurzem stolperte ich bei Facebook rein zufällig über die Veranstaltung „Ein Fest für Tiere 2017“. Als ich mir die Beschreibung durchlas, stellte ich fest, dass dies eine Veranstaltung zugunsten der Tierhilfe Hoffnung ist und die Organisation dort auch vertreten ist.

Tierhilfe Hoffnung

Die Tierhilfe Hoffnung e.V. hat in Rumänien das – laut Guinness-Buch der Rekorda – größte Tierheim der Welt: die Smeura (bei Pitesti, ca. 120 km von Bukarest entfernt). Dort leben in etwa 5.400 Hunde, das Tierheim ist eine Zuflucht und Hoffnung für verfolgte Straßenhunde. Sie alle werden bzw. wurden medizinisch versorgt, gefüttert und kastriert.

Die Smeura war früher eine riesige Fuchsfarm, zu der Zeit herrschte dort unvorstellbar viel Leid…
Im Jahr 2000 wurden in der Smeura Straßenhunde auf grausame Weise umgebracht. Die Hunde wurden dann in mit Wasser vollgelaufene Massengräber geschmissen, obwohl sie noch gar nicht wirklich tot waren…

Im Frühjahr 2001 erfuhr die Tierhilfe Hoffnung davon und hat sich direkt eingeschaltet. Sie übernahmen die Verantwortung für die Straßenhunde in Pitesti und auch die Smeura selbst. Es wurde ein Vertrag geschlossen, dass alle Hunde der Stadt auf Kosten der Tierhilfe kastriert werden und zum Teil wieder frei gelassen werden dürfen, diese Hunde aber nicht mehr von der Stadtverwaltung getötet werden dürfen.

(Infos dem Flyer der Tierhilfe Hoffnung entnommen)

Warum das so wichtig für uns ist? Weil Tuja von dort stammt. Tuja kam aus der Smeura und wurde hier in Deutschland über den Tierschutzverein Ausrangiert und Abgeschoben e.V. vermittelt.

Jedenfalls habe ich bei der Facebook-Veranstaltung festgestellt, dass das Fest in Bielefeld stattfindet. Das ist ja gar nicht weit von uns, also machten wir uns heute auf den Weg dorthin!


Bei der Parkplatzsuche stellten wir schon fest: das Fest ist ein voller Erfolg! So viele Autos, so viele Menschen und Hunde. Dann noch so ein tolles Wetter, das kann ja nur gut laufen.

Wir mussten eine Weile suchen und doch ein Stückchen fahren, bis wir einen freien Platz auf dem großen Parkplatz fanden. Der Weg zum Museum war dann gleich ein schöner Spaziergang. Wir wussten zwar nicht, wo es hingeht, aber wir folgten einfach der Menge, das konnte ja nicht falsch sein. Und da uns auch viele Menschen mit Hund entgegen kamen, waren wir auf dem richtigen Weg.

Die Hunde waren alle so unterschiedlich. Groß und klein, einfarbig, gescheckt, gestromt, langhaarig und kurzhaarig… im Grunde alles vertreten!

Die Veranstalter haben sich wirklich viel Mühe gegeben. Es gab sehr viele Stände zu den verschiedenen Themen. Tierschutzorganisationen, Hundeschule, Physiotherapie, „Shoppen für die Smeura“, eine Tombola und viel leckeres Essen. Wir verschafften uns erstmal einen Überblick und sahen uns die Stände an. Hinten auf einer Wiese stand ein Mitmachparcours, der auch gut besucht war. Dort zeigte Tuja im Slalom und im Sacktunnel ihr Können und kletterte auch über eine Leiter wie ein kleiner Rettungshund. Was die Motorik angeht ist sie einfach fit!

Anschließend gingen wir zu dem Stand der Tierhilfe Hoffnung. Ich sah mir die Hefte und Flyer an und durfte auch eins der Hefte mitnehmen. Ich erwähnte dann, dass Tuja auch aus der Smeura kommt und unterhielt mich dann kurz mit dem 1. Vorsitzenden Matthias Schmidt. Im Gespräch stellte sich heraus, dass Tuja nicht, wie angenommen, im Tierheim geboren wurde, sondern ein „Findelkind“ war. Das heißt, sie wurde auf der Straße geboren und ist dann als Welpe in die Smeura gekommen. Zum Glück hatten wir ihren Impfpass dabei, so konnten wir ihre Chipnummer und meine Daten da lassen, vielleicht erfahre ich so noch etwas über ihre Herkunft, und wenn es nur der Tag ist, an dem sie gefunden wurde. Ich bin gespannt!

Danach machten wir eine kleine Kaffeepause und setzten uns dann auf den Rasen in die Sonne, denn das Fest war so gut besucht, dass kein Tisch und kein Stuhl mehr frei war. Das war aber gar nicht schlimm, denn es war ja trocken. Wir beobachteten eine Weile die Besucher und deren Hunde, bekamen noch einen Gutschein von Sternenfutter, an welchen Leckerlis drangeheftet waren (zur Freude von Tuja) und gingen dann nochmal los. Beim Stand von Bine’s Tierphysio blieben wir stehen und begutachteten den Erdnussball, die Balancekissen und auch den „Donut“. Wir unterhielten uns etwas mit der Physiotherapeutin Sabine Penn, meine Mutter berichtete über Chewy und seine langjährige Physiotherapie bei Nina Drewermann in Detmold, die ihm sehr viel gebracht hat.
Während wir uns so unterhielten, trafen wir Mustafa Irmak mit seiner Milly. Mustafa kennen wir schon ganz lange, er hatte damals einen Bruder von unserer Shiva, den Leo. Er betreibt die Hundeschule Positive-Dog Academy in Bad Salzuflen und mittlerweile auch in Bielefeld bei Hunter.

Unterdessen kletterte Tuja auf den „Donut“ und setzte sich einfach da drauf. Auch auf den Erdnussball stieg sie gleich ohne Probleme. Sabine war begeistert und fragte, warum nicht jeder ihrer Patienten das so schön machen würde. Daraufhin durfte Tuja gleich ein paar Physioübungen machen, sie war gleich Feuer und Flamme, klar, es gab ja auch was Leckeres dafür (und dafür kroch sie auch gleich in Sabines Gürteltasche). 😆

Nach der kleinen Sporteinlage unterhielten wir uns noch etwas mit Mustafa und ich knuddelte die süße Milly, die schon mit 6 Monaten ein ganzes Stück größer ist als Tuja. Ein Broholmer halt 😊 – ein ganz toller Hund, die „Kleine“!

Natürlich ließen wir der Tierhilfe Hoffnung auch ein paar Spenden da und jetzt sind wir gespannt, ob wir noch Infos über Tuja bekommen.

Es war ein schöner Tag und wir hoffen, dass weiterhin vielen Hunden geholfen werden kann!


Wie kann ich helfen?

Die Hunde brauchen täglich ca. 2 Tonnen Futter – deswegen kann die Smeura ganz viele Futterspenden gebrauchen! Aber auch andere Spenden werden gebraucht, schaut doch mal direkt auf der Homepage vorbei unter „Hilfe für die Tiere„, jedes bisschen hilft!

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