Das erste Agility-Turnier mit Leistungskarte

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Man was waren wir aufgeregt. Naja, der Hund weniger, ich war viel aufgeregter. Nachdem wir im Juli ja die Begleithundeprüfung bestanden hatten, konnten wir dann nun endlich loslegen. Eigentlich hatte ich geplant erst 2018 richtig mit den Turnieren zu starten, aber dann habe ich doch eins gefunden, was gar nicht sooo weit weg war. Der PHV in Hannover hat nämlich ein Turnier ausgerichtet.

Also gut, wir haben am Samstag vor dem Turnier das Auto voll gepackt. Was braucht man so alles?
Das Wurfzelt, eine Box für den Hund, den Campingstuhl… da kommt einiges zusammen. Und da die Turniere auch immer recht früh anfangen, ging es dann am Abend auch ziemlich früh ins Bett.

Am Sonntag hieß es: aufstehen um 6 Uhr! Nix mit ausschlafen. Kurze Gassirunde und dann rein ins Auto und los ging es. Mit Navi natürlich, ich hab doch so einen schlechten Orientierungssinn.
Tuja war schon neugierig, wo es denn so früh am Sonntag hingehen sollte. Normalerweise legt sie sich schnell hin, wenn sie im Auto ist. An dem Tag allerdings blieb sie die erste halbe Stunde sitzen und schaute aus dem Fenster.

Es dauerte eine Weile, bis wir angekommen waren. Aber dank Navi haben wir den Hundeplatz sehr schnell gefunden und wir konnten auch direkt am Platz parken. Es war noch ziemlich frisch so früh am morgen, sodass Tuja noch kurz im Auto blieb, während ich eben das Zelt aufbaute. Das ging ruckzuck, der Vorteil eines Wurfzelts! Danach konnte ich Tuja holen, nochmal kurz Pipi machen lassen und dann gingen wir relativ zeitnah zur Meldestelle.

Als alles geklärt war, warteten wir bei unserem Zelt und sahen beim Aufbau des ersten Parcours zu. Die A1-Starter sollten zuerst dran sein. Ich habe vorher schon die Wippe am Rand gesehen und war doch ziemlich aufgeregt, was das Gerät anging. Wer unsere Beiträge auf der Facebook-Seite verfolgt, der weiß, dass Tuja seit kurzem ein „Wippenproblem“ hat, dass wir so schnell nicht wieder lösen konnten. Am Tag vorher stand die Wippe im A1-Parcours. Deswegen war das Beobachten des Aufbaus doch sehr aufregend für mich. Aber wir hatten tatsächlich Glück, die Wippe blieb am Rand stehen! Hätte sie im Parcours gestanden, so hätten wir sie einfach ausgelassen. So ohne Wippe war es dann aber doch entspannter.

Nach dem Aufbau ging es zum Einmessen für die „Neuen“. Darunter also auch wir. Tuja fand das ziemlich doof, als die Richterin das Maß an ihr aufstellte, aber es war ja schnell vorbei. Geschafft, gleich kann es losgehen!
Da mehr Starter am Samstag davor gemeldet waren, waren es am Sonntag nicht mehr ganz so viele. Wir waren also früh dran. Kurz vorm Start war ich doch nochmal etwas aufgeregt, aber Tuja zeigte keine Spur von Nervösität. Warum auch, sie hat sich total gefreut, als sie den Agility-Parcours gesehen hat und wollte endlich loslegen!

Ich habe gerade mal versucht die Parcours aus dem Gedächtnis nachzuzeichnen. Allerdings bin ich mir beim A1-Parcours in der Mitte nicht mehr so sicher, wie die Hürden genau aufgestellt waren. Aber vom Prinzip her war es so – es könnte sogar passen.

Vor der Hürde 3 habe ich Tuja versucht so zu stellen, dass ihre Lauflinie Richtung Tunneleingang 4 zeigt. Ich habe sie also vor der Hürde etwas zu mir rüber gezogen. Hat gut geklappt! Die lange Gerade bis zur 8 war recht simpel. Ich habe nur gehofft, dass sie den Weitsprung schafft, so weit wie der an dem Tag stand haben wir den glaube ich noch nicht geübt. Hat sie toll gemacht! Die Zonen an der Wand waren super. Der Slalom nach dem Tunnel war für sie allerdings etwas zu schwer. Ich habe sie zum einen nicht genug gestellt, sie kam zu steil auf den Slalom zu und hat dann einen zu großen Bogen gemacht, dadurch den Eingang nicht mehr getroffen und das zweite Tor genommen. Außerdem habe ich ihr dann zu viel helfen wollen, stand ihr dadurch vermutlich mehr im Weg und sie hat den Eingang beim zweiten Anlauf auch nicht getroffen. Da hat sie dann zu recht angefangen rumzumeckern😄
Dann hat sie es aber geschafft und super gemacht. Die drei Hürden der Gerade danach waren auch wieder einfach für uns. Auf den Steg ist sie gleich drauf gerannt, hat dann beim Aufgang allerdings etwas gezögert und dachte vermutlich „Oh je, Wippe?“, sie hat aber schnell gemerkt, dass es der Steg ist, dennoch ist sie vorsichtig rüber gegangen. Der Rest des Parcours klappte auch super, ich bin lediglich vor dem Tunnel etwas ausgerutscht… ja, der Boden war noch etwas feucht… und dazu falsche Schuhe, das kommt nicht gut. Die hab ich in der Aufregung vergessen zu tauschen 😅
Tuja ließ sich nicht beirren, rannte in den Tunnel und nahm auch die letzte Hürden noch mit Bravour. Brave Maus!!

Der A1-Parcours

Dieser Lauf hat dann tatsächlich noch für den vierten Platz gereicht, trotz der zweifachen Verweigerung am Slalom. Ich bin sehr zufrieden 😊

Noch vor der Mittagspause war dann der Jumping 1 und 2 dran. Auch hier habe ich versucht, den Parcours nachzuzeichnen.

„Ich will noch Mal!“

Tuja war wieder ganz der „Profi“. Ganz ruhig am Start und auf los ging es los! Sie sprang souverän eine Hürde nach der anderen. Zwischen 4 und 5 machte ich einen Französischen Wechsel. Als sie im Tunnel war, wechselte ich wieder. Nahm sie an der rechten Hand weiter, schickte sie zur 7 „in den Rücken“, rief „Slalom“ und lief weiter. Sie machte ihr Ding richtig gut! Siehe da, weniger helfen und der Hund schafft es besser. Nach der 9 lief ich etwas weiter, machte einen Franzosen, um den Bogen etwas größer zu machen, damit sie genug Anlauf für den Weitsprung hatte. Hat wieder prima geklappt. Jetzt „Vollgas“ Richtung Tunnel, da noch einmal wechseln und dann ab Richtung Ziel! Juhuuuu, fehlerfrei!! 😊

 

Ich bin so stolz auf Tuja, im Jumping hat sie den 3. Platz in ihrer Klasse gemacht. Das war ein toller erster Turniertag. Wir waren sehr glücklich. Und obwohl wir allein zum Turnier gefahren sind, waren wir dort nicht allein. Wir haben viele nette Menschen und Hunde kennengelernt und der PHV Hannover hat ein tolles Turnier organisiert. Wir haben uns wirklich wohlgefühlt und Tuja fand das Kaninchenohr sehr lecker, welches ich ihr da gekauft habe 😊

 

Jetzt trainieren wir wieder fleißig an der Wippe und freuen uns auf das nächste Turnier.

 

 

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