Basics für das Trick-Training

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Im Moment beschäftigen wir uns wieder viel mit dem Tricksen, das macht uns beiden ganz viel Spaß!

Deswegen haben wir nun unsere „Basics“ auf Video festgehalten, mit Kurzanleitung. Falls ihr den Text im Video aufgrund des Hintergrundbildes nicht so gut lesen könnt, habe ich hier auch nochmal eine Anleitung für euch aufgeschrieben. Dies sind Schritte, anhand denen wir trainiert haben. Sie sind keine Musterlösung und vielleicht auch nicht für jeden Hund geeignet. Es gibt sooo viele Möglichkeiten, wie man dem Hund etwas beibringen kann, das hier sind nur ein paar davon. Sollte es so bei eurem Hund nicht klappen, helfe ich euch allerdings gerne mit anderen Trainingsmöglichkeiten, fragt einfach nach!
Allgemein würde ich mich über eure Videos sehr freuen, wie habt ihr trainiert oder seid ihr gerade erst dabei? Schickt sie mir doch zu oder postet einen Link zu eurem Video. 😊


Unser Video


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Übung 1: Handtarget

Das Handtarget ist eine geniale Übung, nicht nur für Tricks auch für den Alltag. Wenn der Hund gelernt hat, die Hand anzustupsen, kann man ihn mit der Hand überall lang führen. Selbst beim Abrufen ist die Hand dann eine tolle Unterstützung: Rufen plus Handtarget und der Hund kommt ganz schnell angeflitzt!
Beim Tricksen ist dieses Target toll z.B. für den Beinslalom, aber auf für eine Vielzahl von anderen Tricks.

Schritt 1:  Als erstes habe ich immer gelickert, wenn Tuja nur die Hand angeschaut hat. Jeder Blick in die Richtung gab eine Bestätigung (Click + Leckerli!). Manche Hunde verstehen das vielleicht noch nicht, dann hält man die Hand einfach direkt in das Blickfeld des Hundes und bestätigt.

Schritt 2:  Wenn der Hund die Hand immer schön anschaut, passiert es vielleicht schon automatisch, dass der Hund die Hand anstupst. Vielleicht braucht er Schritt 1 auch gar nicht und stupst direkt an. Umso einfacher! Allerdings sollte man die Übung trotzdem mehrfach wiederholen, damit sie gefestigt wird. Geht der Hund gar nicht so richtig ins Stupsen über, haltet die Hand einfach eine Weile vor seine Nase und wartet. Passiert trotzdem nichts, geht wieder zu Schritt 1 und versucht es später nochmal mit Schritt 2.

Für Fortgeschrittene – Schritt 3:  Wenn das alles gut klappt, dann könnt ihr die Hand mal neben, mal über oder mal unter den Hund halten. Oder ihr lasst den Hund auf die Hand zu laufen. Probiert verschiedene Positionen aus.


Übung 2: Pfötchen geben

Jaaa, bei Tuja musste ich das gar nicht groß üben. Am Rande des Agility-Trainings hat ihr Kumpel Sam seinem Frauchen Pfötchen gegeben und sie hat dabei zugeschaut. Sie fand es scheinbar sehr interessant und auch toll, dass er dafür immer Leckerlis bekommen hat. So hat das Frauchen von Sam Tuja mal die Hand hingehalten und „Pfötchen“ gesagt. Was macht sie? Gibt es ihr! Und das war kein Einzelfall. Seitdem konnte sie Pfötchen geben. Sie hat dann auch relativ schnell verstanden, das andere Pfötchen zu geben.

Mit meinem Neufundländer Chewy war das anders, mit ihm habe ich es so geübt:

Schritt 1:  Ich nahm seine Pfote vorsichtig in die Hand und habe dann bestätigt. Das habe ich mehrmals hintereinander gemacht. Er schaute erst etwas verdutzt, aber ließ es sich gefallen. Schließlich gab es dafür immer ein Click und ein Leckerli.

Schritt 2: Dann habe ich einfach mal versucht, ihm nur die Hand hinzuhalten. Er guckte nur komisch. Also bin ich nochmal zu Schritt 1 gegangen, habe das noch ein paar Mal gemacht und dann wieder nur die Hand hingehalten. Da hat er es verstanden und gab mir seine Pfote. Und von da an wusste er genau was zu tun war, cleveres Kerlchen!


Übung 3: Fußbodentarget – Nase

Das Fußbodentarget gibt es in zwei Varianten, einmal für die Nase und einmal für die Pfoten. Man sollte dabei verschiedene Targets verwenden. Als Nasentarget nehme ich ein Kleines, z.B. einen Deckel für eine Dose.

Schritt 1: Man beginnt wie beim Handtarget. Man hält das Target in der Hand und bestätigt jeden Blick Richtung Target, danach jedes Anstupsen.

Schritt 2:  Das Target wird immer tiefer gehalten, der Hund soll es in jeder Positon anstupsen.

Schritt 3:  Nun liegt das Target auf dem Boden, der Hund soll es wieder anstupsen. Hat der Hund Schwierigkeiten, entweder einen Schritt zurück gehen oder mal probieren, das Target an eine andere Stelle zu legen. Das bringt den Hund manchmal schon wieder auf die Idee, es anzustupsen.

Schritt 4:  Hund und Hundeführer stehen auf und der Hund soll das Target aus dem Stehen und auch aus dem Laufen anstupsen. Man kann das Leckerli nach dem Clicken immer etwas wegwerfen, so kommt der Hund nach dem Fressen des Leckerlis wieder neu zum Target und kann es wieder anstupsen.


Übung 4: Fußbodentarget – Pfote

Als Pfotentarget nehme ich ein größeres Target, am liebsten die Scheiben von Ikea, die es in der Kinderabteilung gibt. Ich hatte allerdings davon keines zu Hause, so haben wir spontan eine Balancekissen genommen, das geht dafür auch!

Schritt 1:  Für den ersten Schritt gibt es mehrere Variationen. Zum einen kann man dem Hund einen guten Hinweis auf die Übung geben, wenn er das Pfötchen geben schon beherrscht. Man hält ihm das Target also hin und fordert ihn auf, Pfötchen darauf zu geben.
Zum anderen kann man das Target natürlich auch frei shapen. Shapen bedeutet, dass man abwartet, was der Hund anbietet. Bei Gegenständen macht Tuja das sehr gern. Ich lege ihr nur etwas hin und sie probiert verschiedene Sachen aus. Nur bei dem Verhalten, dass sie zeigen soll, wird bestätigt. Hunde, die schon mehr Clickererfahrung haben machen das Shapen sehr gut, sie entwickeln viele eigene Ideen und kommen vielleicht auf Übungen, an die man so gar nicht gedacht hatte. Das ist spannend!
Eine dritte Möglichkeit wäre, den Hund mithilfe des Handtargets auf das Fußbodentarget zu führen und die Hand nach und nach abzubauen.

Schritt 2: Im nächsten Schritt liegt das Target natürlich auch auf dem Boden und man versucht sich langsam von diesem zu entfernen. Durch Wegwerfen des Leckerlis nach dem Clickern muss der Hund das Target immer wieder neu anlaufen.


Und jetzt seid ihr dran, zeigt her eure Videos und/oder Fotos!

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